Die Epigonen Adornos oder Zur Selbstkritik des eigenen Standpunktes

Grüsze.

Nachdem meine zugegebenermaßen etwas abstrakte Initiative zur Frage: Was ist denn dieses komische Ding, das wir Kritik nennen, um uns so von allen anderen gesellschaftspolitischen Projektionen abzugrenzen, fehlgeschlagen ist, was ich zum Teil auf meiner geringfügige Rolle in dieser Bloggosphäre zurückführe, will ich nun einen neuen Anlauf wagen. Diesmal etwas konkreter und polemischer, um vllt doch den ein oder anderen aus der Ringecke zu locken.
Ich behaupte deshalb, dass Adorno als geistiger Vater dessen, was heute in vielen Teilen der radikalen Linken hierzulande als Kritik ausgestellt wird, falsch liegt bzw. zumindest zu verlangen ist, dass mensch sich mit der GANZEN Geschichte dieses Projektes namens Kritik auseinandersetzt, anstelle dessen (neben Foucault) jüngstes Kind einfach und viel zu unkritisch zu affirmieren. Im Detail haben wir es nämlich mindestens mit sechs verschiedenen Begriffen von Kritik zu tun. Wenn man den notwendigen und unerlässlichen Trennstrich zwischen der „Dialektik der Aufklärung“ und der „Negativen Dialektik“ Adornos noch zieht, sogar mit sieben. Ich verkürze, um die Diskussion nicht unnötig zu beschneiden.

(1) Immanuel Kant (theoretisch ideale Kritik)
Zwar wird sich auf Kant gern bezogen, aber Foucaults Lesart (Kritik einfach mit Aufklärung zu identifizieren) zeigt eigentlich erst einen entscheidenden Differenzpunkt. Kritik ist nämlich für Kant nichts anderes, als die kategoriale Trennung eines Diskurses darüber, was wir aktuell beobachten können, von dem, was wir glauben müssen, um eine richtige Beobachtung zu machen. Wir glauben an gewisse Ideale wie Gott, Freiheit, Kommunismus und ordnen danach unsere konkrete Wahrnehmung zum Urteil. Der kategorische Imperativ, nur das zu tun, was alle anderen in der selben Situation auch tun würden, ist nur eine logische Folge dieser all zu abstrakte Formulierung von Kritik. Sie beschränkt sich letztlich darauf, in öffentliche Diskurse zu intervenieren, die entweder reine Begriffe naturalisieren (Hypostase) oder empirische Begriffe idealisieren (Paralogismus). Deshalb die Rede von der Vernunft als ewigem Gerichtshof.

(2) G.W.F. Hegel (historisch ideale oder rein dialektische Kritik)
Hegel erkennt nun, dass es diese Kantischen reinen Begriffe gar nicht geben kann, da diese immer synthetisches Produkt einer bereits vollzogenen Identifizierung von Natur/Beobachtung/Empirie und Begriff sind. Insofern winkt hier keine sichere Basis sondern einfach Dogmatismus. Kritik ist deshalb für Hegel der Denkprozeß, bei welchem mensch einem als gegeben vorgefundenen Begriff qua bestimmter Negation das aufweist, was er gegenwärtig, also in Ansehung bzw. Beobachtung gegenwärtiger Gestalten nicht ist, um dann im zweiten Schritt via Negation der Negation aufzuzeigen, was er momentan wirklich ist. Zugegeben nicht ganz leicht zu verstehen, letztlich führt aber Hegels Kritikkonzept als Ganzes nur dahin, anzuzeigen, wie wir uns mittels der Geistesgeschichte einen richtigen Begriff davon machen können, was gerade aktuell wirklich und darin einzig wahr ist.

(3) Karl Marx (dialektisch materialistische oder praktisch positive Kritik)
Marx wiederum, als fleissiger Hegelschüler, bemerkt sofort, dass die Hegelsche Kritik nicht nur die Begriffe auszeichnet, die sinnvoller Weise, also in Rücksicht auf ihre Geschichte, für eine Beschreibung der Gegenwart gelten können, sondern gleichzeitig einen Rechtfertigungsdiskurs der bestehenden Verhältnisse betreibt. Leider sieht er aber nicht den Hegelschen Anschluß an Kant, sodass er auf dessen wohlmeinende Scheidung von theoretischer und praktischer Vernunft, von an sich sinnvollen und für sich zweckmäßigen Begriffen in seiner Polemik gegen Hegel nicht zurückgreifen kann. Er verläßt deshalb den Boden einer idealistischen Kritik, die sich darum bemühte, eine richtige Beschreibung der Welt via wahren Begriffen zu ermöglichen und kehrt zum Dogmatismus der frühen Materialisten zurück. Für Marx gibt es deshalb einen Widerspruch zwischen bezeichenden Begriffen und dem was sie bezeichnen nur insofern, wie in der Geistesgeschichte und der Verwendung von Begriffen ein Interesse als Zweck eingeschrieben ist. Kritik bedeutet für ihn demzufolge, herauszustellen, inwieweit sich auf Grundlage einer ideologisch verkehrten Geschichtsschreibung ein falscher Begriff von dem gemacht wird, was die gegenwärtigen Verhältnisse (eigentlich) auszeichnet. Redlich, gründlich und ehrlich macht er sich an die Beschreibung der Verhältnisse, wie sie ihm aktuell erscheinen. Er nivelliert dabei den tradierten Sinn der verwendeten Begriffe völlig in Richtung des akuten Zwecks und betreibt damit Theoriepolitik par excellance, vom Klassenstandpunkt aus, also einen echten Gegendiskurs. Kritik ist ihm aus dieser Perspektive auch nur insofern sinnvoll und zweckmäßig, wie sich sich zu adressieren weiß, also im Blickfeld sozialer Kämpfe praktisch bewähren kann. Die Kritik der politischen Ökonomie hat für ihn deshalb einzig Sinn&Zweck darin, der Diktatur des Proletariats zur Macht zu verhelfen, für Marx der einzig vorstellbare Weg aus den Unzulänglichkeiten des Gegebenen hin zu einer humanen und darin freien Assoziation aller Individuen, eine weitestgehende Übernahme des Hegelschen Geschichtsoptimismus halt, den die weitere Entwicklung als Marxismus ja tüchtig desavouiert hat.

(4+5) Adorno (universalistische und dialektisch negative Kritik)
Wie schon bemerkt, bei Adorno sollte man vorsichtig sein, da er sich selbst von der „Dialektik der Aufklärung“ weitestgehend distanziert hat. Nicht so sehr wegen deren Inhalt sondern vielmehr wegen deren Form. Prinzipiell schließt Adorno aber eher an Hegel als an Marx an und kehrt zu einem idealistischen Projekt von Kritik zurück. Der Trick der „Dialektik der Aufklärung“ besteht weitestgehend darin, dem entwicklungstheoretischen und geschichtsoptimistischen Hegelschen Telos des Guten (Emanzipation) den entgegengesetzten Telos des Bösen und Schlechten (Barbarei) beizustellen. Seine zusammen mit Max Horkheimer im Exil und im Angesicht des schrecklichen Terrors der Nazis entfaltete universalistische Kritik, zeigt eigentlich nur, dass ein an sich sinnvoller und insofern rationaler Begriff praktisch zugespitzt IMMER zwei Seiten seiner zweckmäßigen Auslegung hat, verständlich ausgedrückt, Licht nur vom Schatten aus, und der Schatten nur durchs Licht wahrhaft beschrieben werden kann. Der adorneske Geschichtspessimismus klingt hier schon an, allerdings wird er in einer Ambivalenz des Möglichen gehalten. Ganz anders dagegen ist Adornos Diktum gut 20 Jahre später in der „Negativen Dialektik“. Unter dem Eindruck der totalisierenden Tendenzen des Kapitalismus, also der Durchsetzung des an sich Falschen, Bösen und Schlechten – Adorno spart sich hier jede ökonomische Kritik und ist der Verkürzer par excellance, wenn er einfach behauptet: „Der Tauschzwang ist objektiv“ – dreht Marx einfach wieder um und beschneidet Hegel um seine positive Dimension der Negation der Negation, indem er nun den Zweck von Begriffen in Richtung ihrer Sinns völlig nivelliert. „Dialektik kein Standpunkt“, “ Entwürdigung der Theorie zur Ideologie“ etc. pp. Da die bezeichnenden Begriffe niemals das wirklich und darin vollständig bestimmen könnten, was sie bezeichnen, hätte sich jede Kritik einzig in bestimmter Negation zu bescheiden und müsse sich selbst jedem positiven Bezug verwehren. Das Geschäft dieser dekonstruktiven Kritik bestände nun einzig darin, ALLES für wahr und richtig Gehaltene als notwendig Falsches zu entlarven. Zugegeben, eine verführerische Position für Katheder-Intellektuelle im Zeitalter des omnipräsenten Kapitalismus mit seinen zerstörerischen Kräften. Aber wie sich besonders an den Epigonen Adornos zeigt, eine unhaltbare Position. ER rettet sich noch in einen emphatischen Wahrheitsbegriff, der das, was richtig ist, aus der bloß geistigen Erfahrung des Individuums schöpft, also aus einem bloß subjektiven Sinn, der für sich zwecklos bleibt. Und es gehört zur Kunst Adornos, diesen extrem subjektivistischen Standpunkt ästhetisch zu kaschieren und alles in allem sehr beweglich zu halten, aber im Grunde steckt dahinter nur die Affirmation des eigenen Für-Wahrhaltens. Und wie heutzutage mit dem Kritikbegriff Adornos Politik gemacht wird, zeigt recht deutlich, wie gefährlich die „Negative Dialektik“ eigentlich ist, wenn sie sich doch wieder unverhohlen auf einen zweckbesetzten Standpunkt bezieht: Kein Wahres ausser ihm wird anerkannt, jede Selbstkritik suspendiert und die negative Dialektik zum Dogmatismus persönlicher Meinung degradiert.

(6) Karl R. Popper (logizistische Kritik)
Um sich auf den Popperschen Kritik-Begriff einzulassen, muß mensch zumindest an die unumstößliche Wahrheit der klassischen Logik glauben. Folgt mensch dieser, so kann er/sie aus einer gegebenen hypothetischen Annahme/Perspektive/Theorie qua Deduktion quasi reine Beobachtungssätze gewinnen und diese mit gleichartigen einer anderen Annahme/Perspektive/Theorie per Negation vergleichen. Werden dadurch praktisch nur leere Mengen produziert, weil keine konkurrierende Annahme/Perspektive/Theorie diese negativen Mengen positiv beschreiben könnte, ist die zugrundegelegte hypothetische Annahme/Perspektive/Theorie sukzessive in Zweifel zu ziehen, also zumindest verdächtig, nur mit All-Aussagen zu operieren. Ohne weiter drauf einzugehen, bleibt dieses Kritikverständnis aber ziemlich naiv, da es sich nicht den Zweck, diese oder jene Annahme/Perspektive/Theorie auszuschließen, vor Augen führt. Schlechterdings hat man via Falsifikation nicht viel mehr erreicht, als zunehmend Zweifel an der angenommenen Annahme/Perspektive/Theorie zu hegen. Der Poppersche Begriff der Kritik ist deshalb nur von kurzer Blüte geblieben und heute weitestgehend obsolet.

(7) Foucault (direkte und freie Kritik)
Foucaults Kritikbegriff dagegen ist bis heute weitestgehend unerschlossen und schwierig zu fassen, da dessen eigenes Denken eher genetisch und von Brüchen gekennzeichnet, die Philosophiegeschichte erobert hat. In seiner frühen Phase vor 1968/69 ist er noch extrem strukturalistisch, antihegelianisch und von einer tiefen Skepsis gegen jeden subjektzentrierten Wahrheitsbegriff geprägt, insofern aber auch eher an Marxens Kritikverständnis als bspw. Adornos orientiert. Foucault will in dieser frühen Phase eine ganz andere Geschichte als die etablierte schreiben. Eine, die nicht auf die geistesgeschichtlichen Kontinuitäten sondern auf ihre Brüche, auf die inter- und nichtdiskursiven Einflüsse der Sinnbedeutung verwendeter Begriffe abzielt. Nach diesem Programm konstruiert er die klassischen Epochen übergreifende Rationalitätstypen (Episteme), die in absoluto bestimmen, was innerhalb ihrer als wahr&falsch bestimmbar ist. Die Willkür und Beliebigkeit solcher kategorischen Setzungen und daraus abgeleiteten, selektiven Inhalte wird ihm schon früh vorgeworfen, denn sie will weder absolut und universell wie die Hegelsche Geschichtsschreibung, noch positiv und pragmatisch wie die Marxens sein, sie hat einfach anstelle eines Adressaten eine Leerstelle. Den ersten Richtungwechsel vollzieht Foucault dann im Zuge der Pariser Unruhen. „Überwachen und Strafen“, also die Geschichte des (französischen) Strafvollzuges, steht dafür exemplarisch. Foucault stellt in dieser Zeit seine historisch kritischen Analysen völlig unter den Zweck eines aktuell diesen artikulierenden Subjekts. Also radikaler als Marx, konstruiert er nicht mehr ein mögliches Subjekt der Geschichte, sondern hält sich völlig an die Bedürfnisse der Gegenwart. Diese Zentrierung der Begriffe auf den aktuellen Zweck gerät nach 1976 mit den Worten seines Freundes Deleuze in eine „Sackgasse“, da mit dem jähen Ende der 68er Bewegung die historische Kritik ihren Ausgangspunkt vom gegenwärtig artikuliertem Bedürfnis verliert. 1978, in seinem Vortrag „Was ist Kritik?“, zeigt Foucault dann seinen letzten Richtungswechsel an. Er konstatiert jetzt in historischer Perspektive eine „Kunst des Regierens“, die sich ausgehend von der Pastoralmacht in der Neuzeit und Moderne zu einer Biomacht verfestigt, die nicht nur auf die Disziplinierung, sondern auch auf die Regulierung der kollektiv organisierten Individuen zielt. Bemerkenswert ist dabei, dass Foucault diese Regulierung als Kunst des Regierens vor allen Dingen als ein Verwalten von individuellen Freiräumen begreift. Deswegen spricht er von der Kritik als einer modernen Haltung, ‚nicht so und nicht dermaßen und um diesen Preis regiert zu werden‘. Er trennt letztlich, im Anschluß an Kant, Kritik und Politik ohne sie gegeneinander auszuspielen. Während Politik in der Form regulierender Rahmensetzung Normen aufstellt, obliegt es der Kritik als Kunst der Selbststilisierung, diesen Rahmen aus sich selbst heraus immer wieder infragezustellen und zu überschreiten. Geschichte ist bei ihm nun ein ewiger Kampf um die Macht zwischen Poltik und Kritik.

(8) Selbstkritik
Nach alledem ist es sicher nicht ganz einfach, die eigene Positionierung abzumessen. Ich denke jedoch, bei allen inhaltlichen Abstrichen, zumindest herausgestellt zu haben, dass die Formel Kritik=Adorno mehr als zu kurz greift. Denn Kritik ist gerade nicht der Modus, in dem mensch seinen eigenen Standpunkt gegenüber allen anderen als einzig richtigen affirmiert oder unmittelbar setzt. Kritik ist in meinen Augen auch nicht das Verfahren, einen anderen Standpunkt als total oder partiell falschen herauszustellen. Dafür scheint mir schlichtweg ein objektiver, d.h. jeder subjektiven Postionierung entzogener Maßstab (wie die klassische Logik sich dem Schein nach gibt) zu fehlen. Kritik ist m.E. viel mehr jene Beweglichkeit des eigenen Denkens, das SICH SELBST immer wieder der Möglichkeit aussetzt, falsch zu liegen, indem es sich theoretisch mit den historischen Bedingungen (Spekulation) und praktisch mit den Potenzen der eigenen Gegenwart (Experiment) auseinandersetzt. Und insofern gibt es eben keine Kritik ohne Politik, wie umgekehrt, der Geschichte sei dank, keine Politik ohne Kritik.

Abschließend: Die inhaltliche Auffächerung der einzelnen Kritikbegriffe dient letztlich der konkreteren Auseinandersetzung am Detail. Für die Diskussion ist also auch erwünscht, einzelne Darstellungen, die ich hier angerissen habe, zu präzisieren oder andersweitig zu argumentieren. Ich bin mir selbst bewußt, dass in der vorgetragenen Kürze einige Fehler und Mißverständnisse lauern und hoffe deshalb auf Eure Initiative, um das Bild der Frage: Was ist Kritik? besser abrunden zu können.

In diesem Sinne
lets get ready to rumble!!!
clov

Was ist Kritik?

Grüsze.

Foucault gibt auf diese Frage eine nur vorläufige Antwort: „die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden.“, und fasst damit die beiden Kantischen Fragen: Was ist Aufklärung? und Was ist Revolution? zusammen. Doch was steckt dahinter? Lassen sich die kritischen Strömungen, ausgehend von der idealistischen über die materialistische, ausufernd im Streit zwischen Kritischen Rationalismus und Kritischer Theorie aus heutiger Perspektive so einfach zusammenfassen? Was bedeutet eigentlich diese Kunst, sich nicht dermaßen regieren zu lassen? Fragen über Fragen, hier interessieren Eure Antworten …

clov

Spekulation und Experiment …

Grüsze.

Nach langem Hin und Her ist es mir nun doch noch gelungen, meine Magisterarbeit fristgerecht abzugeben. Noch kein Grund zum Feiern, weil die Arbeit aufgrund zeitlicher und formaler Engpässe über den Status eines unfertigen Manuskriptes nicht hinausreicht und die Prüfungen nun heraneilen, aber immerhin ein Schritt nach vorn. Angefangen mit einer zugegebenermaßen noch sehr vagen Vorstellung vom Begriff der „Selbstkritik“ habe ich mich in der vorgelegten Arbeit bemüht, die fruchtbaren Ansätze sowohl der korrespondenztheoretischen Wahrheitstheorien (einfache Übereinstimmung von Begriff und Gegenstand) als auch der kohärenztheoretischen Wahrheitstheorien (historisch, perspektivische Verdichtung sachhaltiger Begriffe) mit einander zu vermitteln. Zielpunkt dieser Metakritik waren vor allen Dingen die subjektiven Relativismen des bürgerlichen Normalbetriebes (der Wissenproduktion) und deren methodischer Dogmatismus. Wesentlich behandelt wurden dabei die Überlegungen des kritischen Idealismus, kritischen Rationalismus und der Kritischen Theorie, sowie die Kritik-Konzepte von Foucault und Derrida. Was dabei herausgekommen ist, könnte man bei reichlicher Überhöhung so etwas wie eine Wahrheitstheorie kontextspezifischer Richtigkeit nennen. Hierzu nötig war die Auseinandersetzung und Kritik insbesondere der Lehre von den objektiven Zwecken, wie sie Marx von Hegel kolportiert. Die Basis eines absolut richtigen Wissens wurde dabei zugunsten eines konkret möglichen und richtigen Wissens aufgegeben, kritische Bildung als ein offener Prozeß, als ein performativer Akt zwischen theoretisch idealer Spekulation und praktisch pragmatischem Experiment vorgestellt. Auf gesellschaftspolitische Implikationen habe ich dabei aus strategischen Gründen weitestgehend verzichtet, dennoch kann mensch die Arbeit auch als vertiefte Fortsetzung der letzens aufgeworfenen Fragen zum prinzipiellen Idealismus einer postmarxistisch inspirierten Kritik verstehen. Trotz des steten Bemühens, den oftmals abstrakten Ausführungen durch Polemik und Metaphorik einige Anschauung zu verschaffen, ist mir dies nur teilweise bzw. an mancher Stelle unbefriedigend gelungen. Wer allerdings Interesse an den Fragen hat, wie unser begriffliches Reden über die Welt sinnvoll und zweckmäßig wird, kann hier sicherlich einige Anregungen entnehmen.

Den Text selbst werde ich allerdings vorläufig noch nicht zur Verfügung stellen können wegen juristischen Erwägungen hinsichtlich des universitären Abschlusses. Sobald ich aber die Papiere in der Tasche habe, wird dieser freigestellt und verfügbar. Vorab gibt’s deshalb nur ein Schaubild, welches die tiefergehenden Gedanken der Arbeit illustriert und Lust auf die Lektüre machen soll.

Euer
clov

zur pdf:
Schaubild selbstkritischer Wissensbildung

Bewusst-Sein und Nichts

Grüszchen.

So, für alle die mitfiebern: Meine letzte Hausarbeit ist nun auch endlich im Kasten. Einige Punkte aus der Diskussion um einen prinzipiellen Idealismus habe ich dort ebenfalls bearbeitet. Allerdings schließt die Arbeit hauptsächlich meine akademische Beschäftigung mit der japanischen Philosophie ab. Ausgehend von den neukantianischen Überlegungen Kitarō Nishidas versuche ich insbesondere die religiösen Anschlußstellen innerhalb der modernen idealistischen Tradition (Kant, Fichte, Hegel, Marx, Adorno bis Derrida) herauszustellen und das Ganze dann in ein aktuelles Konzept von Selbstkritik zu übersetzen. Vor allen Dingen der Zen-Buddhismus, der Nishida bewegt, bietet hier einige interessante Kontrapunkte zur christlichen Indoktrination innerhalb der modernen Erkenntnistheorie.

Wer sich also fragt, was der Unterschied zwischen Immanenz und Transzendenz eigentlich ist, oder schon immer wissen wollte, wie das Konzept der christlichen Innerlichkeit die Vorstellung geschlossener Systeme begründet hat, dem/der kann ich meine Arbeit empfehlen und gern per E-Mail zusenden.

fight dogmatism
clov

Kitarō Nishida, „Logik des Ortes“, hrsg. v. Rolf Elberfeld, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1999

Hinreichende Rechtfertigung eines grundsätzlichen Idealismus in post-marxistischer Absicht.

(Der Text nimmt starken Bezug auf eine Diskussion, die hier tobt. Die grundsätzliche Argumentation richtet sich gegen ein Kritik-Verständnis, das wenn nicht schon dogmatisch, bestenfalls als naives zu betrachten ist. Ausgangspunkt sind hier die Thesen und Argumente, die M.Punkt und Richard in der verlinkten Diskussion vortragen haben. Zudem rede ich gegen den A-Historismus, der beinahe alle, aber insbesondere tees Positionen durchwaltet. VordenkerInnen wollen nicht nachgeplappert sondern kritisch weitergedacht werden. Sic!

These 1
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Ohne Idealismus ist menschliches Denken bestenfalls nutzlos, rein apodiktisch, d.h. zu keinem Konsens, keiner Einigung fähig, letztlich keinem Argument zugänglich. Man sagt auch naiv und/oder dogmatisch.

[Kommentar] Diese These widerspricht grundsätzlich der von Richard: „Idealistische Vorstellungen bringens nicht.“, die ich im übrigen für eine pure Luxus-Position westlicher Intellektueller, kurz für dekadent halte. Denn ich frage mich schon, wie ein in einem KZ internierter Rollstuhlfahrer noch ans Laufen denken soll. Der Vorwurf, angesichts der Situation doch mal NUR realistisch „vernünftig“ zu denken, ist schlechtweg absurd und anmaßend. Trost (Trotz) und Erbauung (Widerstand) sind wichtige Kraftquellen menschlichen Handelns, ohne dass sie religiös fundiert sein müssen. Das ist die praktische Seite, die Richard ja selbst mit dem Nutzen-Argument einführt.
Theoretisch dagegen ist kaum einzusehen, wie sich die hohe Dynamik, Flexibilität unserer Begrifflichkeiten, deren Offenheit sie als inter-subjektive, also kommunizierbare auszeichnet, wie sich dieser Charakter des menschlichen Denkvermögens ohne idealistische Prämissen erklären lassen soll. Ich zweifle grundsätzlich die Kantsche These an, dass uns ein Haushalt von rein analytischen Begriffen per Geburt/via göttlichem Atem gegeben wird, aus denen wir alle Gegenstände der Erfahrung ableiten können. Hier darf man auch keineswegs die „Deduktion des Verstandeskategorien“ von der „transzendentalen Idealität“ der Vernunft trennen und damit die Kantsche Konzeption in zwei nichtssagende Teile zerschneiden.
Im Gegenteil bin ich der festen Überzeugung, dass alle Begriffe des menschlichen Bewußtsein, als gelernte und selbstkritisch hinterfragte, synthetisch bleiben. Noch schärfer ausgedrückt, keine Denkbewegung uns die Klarheit über den bedachten Gegenstand verschaffen kann, die die gesamte positivistische Naturforschung und/oder Analytische Philosophie (älter: Rationalismus) suggeriert. Und selbst wenn diese Einsicht gelänge, wäre sie nur halb wahr, würde von den subjektiven Bedingungen der Gegenstandskonstruktion völlig abstrahieren und damit einen für die menschliche Erkenntnis entscheidenden Teil vernachlässigen. Jenen nämlich, wie sich solcherlei verschafftes Wissen ALS PRAXIS kollektiv verwirklichen ließe.

These 2
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Kritik ohne ideologischen Überbau (Selbstkritik!) ist historisch und praktisch nicht haltbar. Insofern wurde der Materialismus in zwei intensiven Phasen der Neuzeit, im Zuge der Aufklärung und als Konsequenz in der postfaschistischen Spätmoderne eingehend widerlegt.

[Kommentar] Hier liegt überhaupt mein theoretischer Kontrapunkt. M.Punkt und Richard, ihr beide verwendet einen dogmatischen Kritikbegriff. Laut Euren Aussagen bestände Kritik darin Fehler aufzudecken bzw. verkehrte Gedanken bestenfalls „aufzuklären“, zu belehren. Kritik ist aber kein Rotstift, der eine Kette von Argumenten auf Richtigkeit korrigiert oder wie eine Wünschelrute immer das richtige Argument findet. Wahrheit operiert man nicht qua Logik in fremde Köpfe, dieses methodisch/pädagogische Problem hat der gesamte Idealismus vom kritischen Kants, über den subjektiven Fichtes, dem absoluten Hegels, dem dialektischen Marxens (richtig gehört!) bis hin zum negativen Adornos ausgeblendet. Einzig der objektive Idealismus, dem Ihr näher steht, als Ihr zu meinen glaubt, hat dies gesehen. Freilich nur rein negativ, indem Schelling behauptete, entweder man hätte eine ‚intellektuelle Anschauung‘ und damit „wie aus der Pistole geschossen“ (Hegel) wahre Begriffe oder eben nicht. Die notwendige, selbstkritische Reflektion auf Euren Gegenstand, seine subjektiv intendierten und Eure eigenen, diesen Gegenstand mitgenerierenden Zwecke, auf seine Entwicklungsgeschichte und auf Eure angewandten Mittel fällt zu Gunsten einer dogmatisch möglichst ausgehärteten Meinung aus.

These 3
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Kritik ohne materialistische Basis (Anschauung/Erfahrung/Empirie) ist a-historisch und blind, insbesondere gegenüber der Praxis, die sie selbst durch ihren Fortgang (re-)produziert.

[Kommentar] Sind wir uns einerseits darüber einig, dass der Gegenstand einer spekulativen (auf Wissen gerichteten) Erkenntnis nicht fiktiv, sondern real sein soll, divergieren wir doch erheblich in dem Punkt, was denn diese „Materie“ unserer Erkenntnisse sein soll. Man muß allerdings schon zur Unmittelbarkeits-Metaphysik des mittelalterlichen Kontinental-Europa zurück, unter Ausblendung des gesamten skeptiszistischen Empirismus, um die Gegenstände unserer Erfahrung rein objektiv zu setzen. Kants Kritizismus ist es zuallerst, der diesen Trugschluß als dogmatischen entlarvt und damit der gesamten modernen Kritik ihren Weg weist. Er zeigt auch, dass es sehr wohl synthetische Begriffe a priori, also Begriffe fern jeder unmittelbaren Erfahrung gibt, ja geben muß, wenn Erkenntnis möglich sein soll. Für ihn ist der der Freiheit geradewegs ein solcher. Freiheit zu denken, ist für ihn die notwendige Voraussetzung um aufrecht laufen zu können bzw. sich hierfür die Mittel an die Hand zu geben. Kants Deduktion von rein analytischen Begriffen aus der Erfahrung dagegen, hat der nachfolgenden Kritik nicht standgehalten. Der bürgerliche Wissenschaftsbetrieb hat zwar unter dem Banner des „Positivismus“ allerlei Götzenbilder des rein Objektiven geschaffen, an der Schwelle zum 21. Jahrhundert scheint sein innerer Dogmatismus jedoch hinreichend entlarvt. Vor den kritischen Augen der historisch und praktisch arbeitenden Wissenschaften ist der positivistische Methodenstreit letztlich nichts als ein Rückzugsgefecht.
Der an Kant anschließende Idealismus war darüber immer hinaus. Hier ging es darum den Gegenstand der Erkenntnis als EINHEIT bzw. IDENTITÄT von Subjekt und Objekt (S/O) zu denken. Diese christlich inspirierte Harmonielehre des „Tübinger Stifts“ (Schlegel, Hölderlin, Schelling, Hegel etc. pp.) inthronisierte den reinen Begriff und gipfelte in Hegels kühlem Heilsversprechen: Was richtig war, wird man erst wissen, wenns getan und was getan, war richtig dann. DAGEGEN richtet Marx den Zielpunkt der Kritik. Die Identität von S/O im Gegenstand läßt sich nicht harmonistisch (geistlich) lösen, sie steht praktisch in Frage, sie ist WIDERSPRUCH. Der richtige Begriff ist somit einmal immer historisch, und zum Zweiten gar nicht von den praktischen Zwecken, die ihn bewegen, ablösbar. Es gibt hier keine theoretische Demarkationslinie zwischen dem analytischen und dem historischen Marx. Dererlei Annahmen sind höchstens dogmatische Abwehrversuche gegen die postmarxistische Kritik. Ich verkürze: Der Zielpunkt einer materialistischen Kritik, wie Marx sie inspiriert, ist ein geschichtlich synthetischer Gegenstand, dessen S-O-Widerspruch entfaltet werden SOLL. Aber eben nicht rein LOGISCH, indem man nur die Begriffe „kreisen“ läßt, sondern MATERIELL, indem man die „Basis“ gegen den „Überbau“ mobilisiert, anhand konkreter Zustände die Unzulänglichkeiten der ideologischen Begriffe aufdeckt. Reine Ideologiekritik war dem positivistisch forschenden Marx zu wider. Und auch der Zweck seiner Arbeit stand ihm klar vor Augen, hat seinen Gegenstand mit generiert und mußte selbigem nicht von späteren Generationen hinterrücks induziert werden, wie das die angebliche „Grundlagenforscher“ behaupten, um dreckiger Forschung den Schein von weißer Weste zu geben.

Zur Diskussion der Thesen bitte weiter im Kommentar lesen … hier!

LauschRausch gewinnt Blogg-Spiel!

Ich habe gerade gehört, dass der Blogg von LauschRausch aus L.E. bei Deutschlandradio Kultur beim wöchentlichen Bloggspiel den ersten Preis für einen Take („Hauptsache arbeitslos: Leipsch“) über Wolles Arbeitsbeschaffungsprojekt in Zusammenarbeit mit der LVB gewonnen hat. Linxz me please :)

clov

Suche: Groschentipps für die Integration von Fotogalerien mit wordpress 2.

Grüszchen.

Kann mir jemand nen Tipp geben, wie/mit welchen Programmen/Quellcodes ich eine Galerie mit ca. 50 Bildern auf einem wordpress2-Blogg wie diesem eingerichtet bekomme? Das scheint doch alles sehr umständlich zu sein^^ *hilflos seufz*

so long
clov

Hilfe, es hegelt Kanten!

Das bürgerliche Bewußtsein schwankt haltlos zwischen pragmatischen Kurzschlüßen und subjektiven Relativismen. Diese Krise ist eine der humanistischen Bildung selbst, wie sie den Bürger begriff und in die Welt setzte. Das Ende des akademischen Geists ist dabei nicht dramatischer als die bewußtlose Naivität und Ahistorität, die allerorten um sich greift.

Wer aber heute daran denkt, politisch wär die Welt an ihrem Gipfelpunkt, der träumt schon seinen eignen Tod. Derweil das Zaudern Zeit verliert, wird jeder, der noch Leben in sich und auch Kraft zum kritischen Gedanken spürt, an jenem Kampfplatz der modernen Geistesgeschichte verkehren, an dem das frühbürgerliche Selbstbewußtsein sich an den eigen produzierten Widersprüchen schärfte.

Zwischen Hegels „absoluten Geist“ und Marxens „Bewußtsein von der Klasse“ wird progressive politische Theorie sich kritisch weiterdenken müssen. Dieser Rückgang an den Anfang ist ein Erbe des kläglichen Scheiterns sozialistischer Projekte und ihrem Unvermögen, über Nation und Sozialstaat hinauszureichen. Diese historische Zäsur am Ende des 20. Jahrhunderts wird nicht erkannt.

Im Rahmen meiner Hegellektüre war leicht festzustellen, dass Hegels Positionen oftmals unterschätzt werden. In gewisser Weise hat Adornos Kritik hier etwas die Sicht verstellt. Vielen stößt dazu der prinzipiell christliche bzw. theologische Hintergrund der Hegelschen Philosophie übel auf. Dabei darf mensch aber nicht vergessen, dass Hegels Positionen selbst sehr radikal sind, und die Frage berechtigt ist, ob man von der Formel Welt=Gott nicht gleich zum Atheismus übergehen könnte, der Pantheismus gleichsam das Ende des Theismus ausbuchstabiert. Aber auch und gerade der religionskritische Aspekt, der die gesamte Aufklärung prägt, und selbst noch bei Marxens fortwirkt, darf nicht mit naiver Ablehnung einfach abgeschüttelt werden, sondern gehört mit auf den Seziertisch einer ernsthaften Kritik.

In meinem letzten akademischen Aufsatz habe ich versucht, dieser kritischen Zielrichtung Substanz zu geben. Dazu war es zuallerst nötig, den pragmatischen Wahrheitsbegriff, wie ihn der subjektive Relativismus hofiert, auf methodologischer Ebene anzugreifen. Es ist leicht einzusehen, dass man hierzu notwendig in idealistisches Fahrwasser gerät. Denn ein inter-subjektiver Wahrheitsbegriff, den auch Marx setzt, läßt sich auf bloß materialer oder empirischer Ebene nicht halten. Und eben das zeigt der Pragmatismus, auch wenn seine Kritik dabei über Skepsis nicht hinauskommt.

Der klassische Idealismus bietet dagegen mehrere Wahrheitsbegriffe der Intersubjektivität: Von Kants transzendentaler Idealität der Erfahrungen, über Fichtes reines Denken des Selbst bis hin zu Hegels in sich refklektierten Bewußtsein. Die idealistische Spekulation bereitet damit den psychologischen Boden für die modernen Begriffe wie Ideologie, Identität oder Individualität. Dieser Spur folgt der Text.

Leider krankt der ganze Aufsatz an dem notwendigen Formalismus der akademischen Spielregeln, sodaß allerhand Nebelkerzen und Unklarheiten gegeben sind. Zudem ist das Ganze hinten raus stark gerafft und verkürzt, um die Seitenzahl-Limitierung nicht zu strapazieren. Dennoch ließ sich zeigen, daß auch die Kantsche Philosophie mit in den Focus der Auseinandersetzung gehört. Weil sie eben, vor allen Dingen durch Fichte und Schlegel, Hegel wesentlich mitbestimmt.

Wer also Lust bekommen hat, der theoretischen Philosophie etwas auf die Finger zu sehen, kann den Aufsatz gern bei mir ordern. Alles kostenfrei!

Move your brain, fight dogmatism!

MsG
clov

TATORT-Fundgrube

Der Daueromnibus des ersten öffentlich-rechtlichen Fernsehens hat sich bewährt. Mit 640 Krimistreifen in 36 Jahren, besten Sendeplätzen und stetigen Wiederholungen zählt das TATORT-Projekt zu den erfolgreichsten der deutschen Fernsehgeschichte. Dabei besticht das dezentrale Konzept immer wieder durch die erfrischenden Kräfte der rotierenden Produktionsteams der einzelnen Landesrundfunkanstalten. Ob Hamburg, Köln oder München, ob WDR, HR oder MDR – sehenswerte Streifen finden sich bei fast jedem der bisher 15 Ermittlerteams. Aktuelle, soziale und politische Fragen haben hier ihren Platz neben Spannung, Action und Leidenschaft. Klar, es gibt auch Ausnahmen: Gerade die Schimanski-Ära fällt hier negativ auf. Aber: Alles in allem liegen zwischen Folge 1 „Taxi nach Leipzig“ und Folge 640 „Pauline“ wahre Kunstschätze des realistischen Krimis.

Wer Lust zum Stöbern bekommen hat, auf der Seite:

http://www.tatort-fundus.de

finden sich in gut sortierter Art und Weise eine Menge Detail-Sammlungen zum Thema, u. a. eine komplette Liste aller bisher gesendeten Folgen …

enjoy your mind
clov

„Die unbedingte Universität“

- so heißt ein schmales Vortragsbändchen von Jacques Derrida, das 2001 bei Suhrkamp in der Erstauflage erschienen ist. Auf den ersten Blick etwas kryptisch, wie das meiste von Derrida, allerdings ist der kleine Text atemberaubend abgründig und schon von daher für alle Interessierten zu empfehlen. Sollte jemand Lust auf mehr bekommen, kann er/sie bei mir auch gern einen weitergehenden Aufsatz zu dem Thema ordern …

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

grüsze
clov

P.S.: Jacques Derrida, „Die unbedingte Universität“, Suhrkamp, Frankfurt (Main), 2001, ISBN: 3-518-12238-X

P.P.S.:
„Was immer auch, im allgemeinen, geschieht oder eintritt, kann, so glaubt man noch immer, nicht virtuell sein. Genau dies, wir kommen noch darauf zurück, ist der Punkt, an dem die Dinge sich unweigerlich komplizieren werden.“ – Ebenda, S. 52